KlientenJournal 4/2017

A-8160 Weiz, Birkfelder Straße 25 Tel. +43 3172 3780-0 , Fax +43 3172 3780-7 E-Mail: office@wesonig.at A-8280 Fürstenfeld, Augustinerplatz 3 Tel. +43 3382 52506, Fax +43 3382 52506-33 E-Mail: fuerstenfeld@wesonig.at AUSGABE 4 / 2017 Editorial Wir beraten Sie gerne: Weiz: +43 3172 3780 – 0, Fürstenfeld: +43 3382 52506 Mag. Manfred Wesonig © RICHARD MAYR Nur drei Tage vor den Wahlen wurden Gesetze beschlossen, die einiges an Belastungen für Unternehmer mit sich bringen werden. Das gilt vor allem für die Angleichung von Arbeitern und Angestellten. Immerhin erhalten 2018 kleine und mittlere Unternehmen 75 % des fort- gezahlten Entgelts im Krankenstand für maximal 6 Wochen und das Kran- kengeld für Selbständige wird künftig bereits ab dem 4. Tag rückwirkend ausbezahlt. Auch der Wegfall der Miet- vertragsgebühr für die Vermietung von Wohnräumen wurde vom Parlament beschlossen. Der Staat erleichtert also manchmal den Unternehmern den Alltag ein wenig, andererseits kommt etwa mit der EU-Datenschutz-Grundverordnung und den Geldwäschebestimmungen bereits der nächste Bürokratieschub auf uns zu. Wir werden genau verfolgen, auf wel- che Gesetzesänderungen im Steuer-, Arbeits- und Sozialversicherungsrecht Sie demnächst besonders achten müs- sen und bleiben für Sie weiterhin am Ball! Ausgabe 4 / 2017 VEREINE Spendensammeln an Punsch- und Glühweinständen In der Adventszeit lukrieren viele gemeinnützige Vereine mit Punsch- und Glühwein­ ständen Spenden. Vereinsorgane sollten sich rechtzeitig informieren, welche steuer­ lichen Konsequenzen sich daraus ergeben. Der Betrieb von Punsch- oder Glühweinstän- den durch einen gemeinnützigen Verein stellt einen sogenannten „entbehrlichen Hilfsbe- trieb“ dar, sofern der Spendensammelzweck eindeutig erkennbar ist. Der Verein ist dann nur hinsichtlich des Punsch- und Glühwein- betriebes steuerpflichtig, ohne dass die Gemeinnützigkeit des Vereines selbst davon gefährdet ist. Von den Mitgliedern an den Verein unent- geltlich zur Verfügung gestellte Speisen oder Getränke (etwa Weihnachtsbäckerei) stellen keine steuerpflichtigen Einnahmen, sondern Spenden dar, die in den Betrieb eingelegt werden und steuerlich unbeachtlich sind. Gewinn = 10 % der Einnahmen Sollten für die Gewinnermittlung keine aus- reichenden Unterlagen vorhanden sein, kann der Gewinn pauschal mit 10 % der erzielten Betriebseinnahmen (Verkaufserlöse) ange- setzt werden. Wenn Verkaufserlöse erzielt werden, die über den marktüblichenWert der angebotenen Speisen oder Getränke erheb- lich hinausgehen (mehr als 100 %), ist dieser Teil als Spende anzusehen und nicht bei der Gewinnermittlung zu berücksichtigen. Besteht neben dem Erwerb von Speisen oder Getränken zusätzlich die Möglichkeit, über eigens aufgestellte Spendenboxen unentgeltliche Zuwendungen zu tätigen, Spendensammeln am Glühweinstand: Steuerliche Konsequenzen beachten! ©eyetronic ▸

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